Die Werbung sagt uns immer wieder, dass Milch gesund ist. Man soll viel davon zu sich nehmen, um die Knochen gesund zu halten. Viele Menschen halten sich auch an diese Ratschläge. Allerdings gibt es heute auch bereits viele Skeptiker und zudem auch Hinweise darauf, dass es wohl doch nicht so gesund ist, reichlich Milch zu konsumieren. Viele sehr gesundheitsbewusste Menschen haben darauf bereits reagiert und verzichten auf die herkömmliche Milch in jeder Form. Alternativen dazu gibt es ja auch wirklich mehr als reichlich, so dass man die armen Kühe ganz problemlos in Ruhe lassen kann.

Viele fragen sich aber natürlich, ob diese Alternativen auch genauso viel Calcium beinhalten wie die Kuhmilch. Dazu ist zu sagen, dass die meisten der Nährstoffe, die in der Kuhmilch enthalten sind, meistens bei den ganzen Verarbeitungsprozessen, die die Milch durchläuft, zerstört werden beziehungsweise gar nicht mehr verfügbar sind. Und auch wenn Calcium in der Milch enthalten ist, dann entwickelt sich die Milch dennoch zu einem wahren Räuber von Kalzium. Das liegt daran, dass Milchprodukte allgemein den Körper ganz einfach übersäuern. Ganz klar, dass der Körper darauf reagiert und wiederum versucht, diese Übersäuerung wieder zu neutralisieren. Um dies zu schaffen, holt er aus den Speichern alkalische Mineralstoffe. Einer dieser Speicher sind, man denkt es sich bereits, die Knochen. Also entziehen die Milch und auch Milchprodukte eher Kalzium, als dass sie es zuführen.

Also beugt die Milch keineswegs der Osteoporose vor. Dafür spricht auch, dass Länder, die kaum Kuhmilch verzehren, die niedrigsten Raten haben für Osteoporose. Man muss sich nur einmal den asiatischen Raum anschauen oder auch Afrika.

Milchprodukte werden heute bereits in Zusammenhang gebracht mit der Entstehung von Hautkrankheiten, und sogar zur Erhöhung des Krebsrisikos soll es durch Milch kommen. Viele Forschungsteams beschäftigen sich gerade jetzt mit all diesen Fragen und Hypothesen, die es gibt, und vielleicht gibt es auch bald noch mehr Studien, die Aussagen treffen können pro oder contra Milch.

Für alle Rohkost-Fans ist es sowieso ganz klar, dass man sowohl auf Kuhmilch selbst als auch auf Milchprodukte verzichtet. Es gibt sehr viele pflanzliche Alternativen, die man entweder fertig kaufen kann, wenn man wenig Zeit hat, oder man stellt sie ganz einfach selbst her. Viel benötigt man dafür nicht. Sehr beliebt als Alternative, und dementsprechend teuer im Handel, sind Mandelmilch und Hafermilch. Aber auch Sesammilch ist sehr schmackhaft, allerdings sollte man sich diese selbst herstellen, weil sie nur schwer in der fertigen Variante zu bekommen ist.

Um Mandelmilch selbst herzustellen, kann man entweder entsprechende Geräte nutzen, oder ganze einfach Mandeln in Wasser einweichen, und dann hinterher zusammen mit einem Liter Wasser in den Mixer geben. Wenn die Flüssigkeit richtig schön weiß ist, kann man sie ganz einfach abseihen, am besten geht das, wenn man sich einen Feinstrumpf besorgt, und die Milch dort hindurch seiht. Alternativ kann man aber auch zwei Esslöffel rohes Kokosmus nehmen und dieses zusammen mit einem halben Liter Wasser und einer Prise Meersalz in den Mixer geben. Wer mag, kann auch noch einen kleinen Klecks an naturbelassenem Honig hinzugeben.

Um Sesammilch herzustellen, weicht man Sesamsamen in Wasser ein, etwa 130 Gramm sind ausreichend. Dazu gibt man in dem Mixer ebenfalls einen halben Liter Wasser dazu, und noch zwei entsteinte Datteln. Schön mixen, und dann hat man leckere Sesammilch. Diese ist übrigens auch wunderbar geeignet für den Kaffee, so man ihn noch trinkt ;-).