Wenn ein Außenstehender davon hört, dass sich jemand von Rohkost ernährt, wird man für gewöhnlich immer erst bemitleidet, dass man ja all die ach so leckeren Sachen dann nicht mehr essen kann, die die moderne Ernährung heute so mit sich bringt. Der Verzicht auf Nudeln, Brot und Käse scheint für die meisten gleichbedeutend zu sein mit einem kleinen Weltuntergang. Dennoch ist es für die meisten gar kein großer Verzicht, etliche können sehr gut auf diese Produkte verzichten, und wer doch ab und zu einmal den Geschmack vermisst, findet letztendlich doch immer auch Alternativen aus dem Rohkost-Bereich.

Dies ist auch bei Käse der Fall. Es gibt viele Möglichkeiten, einen rohen und veganen Käse herzustellen. Dieser ist mindestens ebenso lecker wie der bekannte Käse, der aus Milch hergestellt wird, und auch genauso lecker. Noch dazu kann man ihn ganz einfach selbst herstellen, ganz ohne Vorkenntnisse. Ein einfaches Grundrezept reicht, und dann kann man je nach eigenem Geschmack den Käse so verändern, wie man mag, beispielsweise mit Gewürzen und schönen Kräutern. So bekommt man einen Käse, den man im Geschäft auch in der herkömmlichen Milchvariante nicht erhalten würde.

Für einen solchen Käse nimmt man einfach einen Teil Cashew-Nüsse, und dazu dann rund 0,75 Teile an Wasser. Dazu gibt man noch ein klein wenig Zitronensaft und eine kleine Prise an Meersalz. Je nach Geschmack gibt man noch ein paar Gewürzkräuter hinzu, sehr beliebt ist auf jeden Fall immer Bärlauch, aber auch Rosmarin und Konsorten finden immer öfter ihren Weg in den Käse. Diese Mischung püriert man dann in einem möglichst leistungsfähigen Blender wie dem Vitamix zu einer cremigen Masse.

Hat man den Vitamix, dann kann man es sich auch ganz einfach machen, und lediglich ein paar Macadamia-Nüsse pürieren zu einem leckeren Käse. Auch wer diesen Mixer nicht hat, kann dieses Rezept zubereiten, nur sollte man dann die Nüsse vor der Zubereitung für mindestens sechs Stunden einweichen in Wasser. Wenn man sie hat abtropfen lassen, dann kann man die Nüsse auch in einem nicht so leistungsfähigen Blender zu einem cremigen Käse pürieren. Wer mag, kann natürlich auch hier noch Gewürze hinzugeben, die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden ;-).

Wer über einen Trockner oder auch Dehydrator verfügt, kann sich sogar seinen eigenen Parmesan-Käse herstellen. Dieser wird dann hergestellt aus einfachen Pinienkernen. Dafür nimmt man einen Teil Pinienkerne, dazu 0,8 Teile an Wasser, eine Prise Salz und dazu noch ein klein wenig Probiotika. Auch wieder alles ab in den Mixer, und natürlich pürieren, bis eine cremige Masse entsteht. Dann nimmt man sich ein Blech eines Dehydrators, bestreicht dieses ganz dünn mit der Masse, und trocknet das Ganze für rund zwölf Stunden. Alternativ kann man auch versuchen, den Backofen zu nutzen. Einen geriebenen Käse kann man auch ganz einfach bekommen, indem man nur die Pinienkerne zusammen mit etwas Salz in einen kleinen sogenannten Personal Blender gibt, und das Ganze dann zerkleinert. Alternativ können dafür auch Cashewkerne genutzt werden.

Sicherlich gibt es noch viele andere Möglichkeiten, sich selbst einen Rohkost-Käse herzustellen, und ein großer Vorteil der Rohkost ist, dass man immer gerne bereit ist, etwas Neues auszuprobieren. So entstehen immer wieder neue Rezepte, und die Abwechslung ist auf jeden Fall gegeben. So muss man sich nicht mehr länger von allen anderen bemitleiden lassen, weil man ja so wahnsinnig viel entbehren muss…… 😉