Wenn man sich von Rohkost ernährt bekommt man immer wieder von allen möglichen Leuten die Frage gestellt, ob man denn damit überhaupt genug Eiweiß aufnehmen kann. Die Antwort mag viele erstaunen, aber ja, man kann wirklich.

Neulich erst habe ich von einer Dame gehört, dass ihr Arzt gesagt hat, dass der Mensch ohne Fleisch gar nicht leben kann. Gut, dass dies die vielen Vegetarier, Veganer und Rohköstler nicht wissen, sonst müssten nun alle wohl tot umfallen. Die Menschen scheinen mit der Zeit wirklich einer kompletten Gehirnwäsche unterzogen worden zu sein, wenn selbst ein Arzt, der es eigentlich besser wissen müsste, solche Aussagen macht.

Sicher wird einem von Seiten der ganzen Ernährungsberater, Experten und wem auch sonst immer erzählt, dass man Fleisch unbedingt benötigt, um genug Eiweiß zu sich zu nehmen. Schon seit Jahren wird dies gepredigt, lediglich die Fleischarten haben sich inzwischen geändert. Früher riet man gerne zu Schweine- und Rindfleisch, heute soll es eher Pute und Hähnchen sein. Am besten nimmt man gleich auch noch, damit man nicht zu wenig Eiweiß hat, die beliebten Pülverchen zu sich, die man kaufen kann. Ach ja, und natürlich auch noch Milch dazu.

Dies sind alles Aussagen, die wir im Laufe des Lebens von allen möglichen Seiten eingetrichtert bekommen. Wer sich nicht näher damit befasst, der wird auch niemals eine andere Meinung akzeptieren. Wer aber bereit ist, einmal über den Tellerrand hinaus zu schauen, der wird schnell Argumenten begegnen, die einfach nicht von der Hand zu weisen sind.

Wenn man beispielsweise einmal überlegt, wovon sich die größten Tiere dieser Erde ernähren, dann sollte man bereits stutzig werden. Ich glaube nicht, dass irgendein Mensch jemals gesehen hat, dass ein Elefant Fleisch gegessen hat. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Blättern, Obst und Gras. Genauso sieht es aus beim Nashorn, beim Pferd, aber auch bei der Kuh und beim Büffel. Und es wird ja wohl niemand behaupten, dass diese Tiere kleine, schwächliche Exemplare der Tierwelt sind.

Oder nehmen wie einmal einen Gorilla, die Gattung, die dem Menschen ja recht ähnlich sein soll. Nur dass Gorillas rund fünf Mal stärker sind als jeder Mensch, und man wird sie niemals mit einem Steak, einem Schnitzel oder einer Hähnchenbrust antreffen, denn Gorillas fressen, trotz ihrer furchteinflößenden Eckzähne, nur Blätter und Früchte.

Es ist eine Tatsache, dass weitaus mehr Nährwert steckt in Pflanzen, Obst, Gemüse, Blättern und Samen, als in irgendwelchen anderen Dingen, und zudem besitzen sie auch mehr Eiweiß, Lebensenergie und Heilkraft. Es gibt allerdings einen Punkt, in dem uns die Tiere durchaus überlegen sind, denn die Zellwände von Blättern und Grün muss zunächst einmal aufgebrochen werden, um an die guten Sachen darin zu kommen, und das schaffen wir Menschen nicht ohne Hilfe. Diese Hilfe bekommen wir aber in Form eines guten Blenders, und schon haben wir die besten Möglichkeiten, um an das wertvolle Innere der Pflanzen zu kommen.

Wenn man sich dies einmal anschaut stellt man schnell fest, dass die langlebigsten Tiere auf dieser Erde keine Fleischfresser sind. Verzehrt man Fleisch, dann wird der Körper sauer, und das ist natürlich nicht gut. Noch dazu hat pflanzliches Eiweiß den sehr großen Vorteil, dass es nicht krebserregend ist.

Allerdings sollte man auch einmal betrachten, wie die Aufnahme von Eiweiß im menschlichen Körper überhaupt von statten geht. Der Körper erzeugt sein Eiweiß aus den Aminosäuren. Er ist nicht in der Lage, das Eiweiß vom Fleisch einfach zu nehmen und in die Zellen zu transportieren und einzubauen. Zunächst einmal muss das Fleisch vom Verdauungsapparat verflüssigt werden, und das ist ein wirklich harter Job für das Verdauungssystem. Dann wird erst diese „Brühe“ aufgespalten in Aminosäuren-Moleküle, und anschließend setzt der Körper diese Ketten dann wieder zusammen, und zwar baut er sie so um, dass der Körper sie auch verwerten kann.

Abgesehen davon, dass dieser Prozess sehr aufwändig ist, sowohl von der Energie her als auch von der Zeit, ist er dazu auch noch sehr ineffizient. Dazu kommt noch, dass tierische Produkte, hierzu zählen auch Milchprodukte, nicht nur den Körper sehr sauer machen, sondern gleichzeitig auch noch belastet sind mit Antibiotika, Steroiden und Hormonen. Dies ist nicht nur der Fall bei Tieren, die mit einem minderwertigen Futter gefüttert wurden. Auch wer Produkte zu sich nimmt von artgerecht gehaltenen Tieren nimmt Hormone zu sich, die tierischer Herkunft sind, und diese sind auf keinen Fall geeignet für den Verzehr durch den Menschen.

Bei den Kühen sorgen Hormone dafür, dass die Tiere sehr schnell wachsen, damit sie ihr Gewicht rasch erhalten. Dann verzehrt der Mensch dieselben Hormone, und folglich wird auch bei uns alles etwas schneller wachsen, und dazu gehört auch beispielsweise der Krebs.

Tierische Produkte liefern immer ein körperfremdes Eiweiß, und dieses Eiweiß kann durchaus ein Auslöser sein für Erkrankungen. Es wird vermutet, dass eine Kombination von einem körperfremden Eiweiß, das unverdaulich ist, mit einem Zucker, der schnell abbaubar ist, verantwortlich sein könnte für sehr viele Erkrankungen.

Solche schädlichen Abbauprodukte entstehen beim der Verdauung von Eiweiß pflanzlicher Herkunft in weitaus geringerem Maße, und auch die Blutgefäße werden längst nicht so geschädigt. Zudem müssen die Nieren von einem Menschen, der Fleisch isst, weitaus mehr Arbeit verrichten als die Nieren eines Vegetariers oder Veganers.

Damit sollte die Frage, ob man mit pflanzlicher Nahrung genug Eiweiß erhält, eigentlich ausreichend geklärt worden sein……