Im Sommer, wenn es draußen schön warm ist, fällt es den meisten recht leicht, sich von Rohkost zu ernähren. Etwas anders sieht es dann schon aus, wenn der Winter vor der Tür steht und dann doch irgendwann der Wunsch nach etwas Warmem aufkommt. Aber nicht nur das ist ein Grund für viele, im Winter wieder umzusteigen auf gekochte Kost, auch die Angst davor, dass im Winter nicht genug Grünes und Obst zur Verfügung stehen, um die ausreichende Zufuhr von Nährstoffen zu gewährleisten, trägt ihren Teil dazu bei.

Dennoch ist dies alles kein Grund, im Winter auf Rohkost zu verzichten. Zwar ist es so, dass der Körper im Winter einen veränderten Nährstoffbedarf hat, dennoch kann dieser ganz normal mit Rohkost gedeckt werden. Wichtig ist es, bei den kalten Temperaturen auf jeden Fall darauf zu achten, dass man genug Lipide und Proteine zu sich nimmt.

Viele wissen gar nicht, in welchen Lebensmitteln überhaupt Eiweiße und auch Fette stecken. Gut, Nüsse, das werden sich viele denken können, gehören auf jeden Fall zu den Lebensmitteln, die hier weiterhelfen können, aber auch Trockenfrüchte zählen durchaus zu den guten Lieferanten. Sehr gut geeignet sind immer Mandeln und Cashewnüsse, aber auch Beeren, Ananas mit viel Enzymen und Mangos sind bestens geeignet, um den Körper im Winter mit den benötigten Nährstoffen zu versorgen.

Sehr viele Vitalstoffe und auch Mineralien bietet auch die Avocado, allerdings sollte sie frisch sein. Nicht vergessen sollte man hier auch verschiedene grüne Kohlarten, so wie Wirsing und Brokkoli. Der Geschmack ist sehr mild, und sie sind sehr vielseitig anwendbar, beispielsweise in Salaten, aber auch in Suppen und natürlich grünen Smoothies.

Wer jetzt Angst hat, dass er im Winter Probleme bekommen könnte mit den Abwehrkräften, der wird sicher erfreut sein zu hören, dass dies nicht der Fall ist. Sowohl die Früchte als auch die Nüsse sind in der Lage, die Abwehrkräfte passend zu stärken. Gleichzeitig wirken sie aber auch gegen die Umwelteinflüsse und dazu noch Mangelerscheinungen. Die Versorgung sowohl mit Vitaminen als auch mit essentiellen Nährstoffen ist schon gar kein Problem, zumindest nicht dann, wenn man den ganzen Tag über hier und da ein paar Cashewnüsse zu sich nimmt.

Besonders ratsam ist es, Cashewnüsse zu nehmen, die noch eine Haut besitzen, so wie man sie oft in Bio-Qualität bekommen kann. Diese Nüsse besitzen sehr viele Antioxidantien, und diese sind bestens in der Lage, die sogenannten freien Radikale abzufangen. Diese schädigen die Zellen des Körpers.

Noch dazu ist der Fettgehalt der Cashewnüsse, im Gegensatz zu anderen Nüssen, eher gering, aber der Gehalt an Eiweiß ist dafür umso größer. Das ist aber nicht alles was in dieser besonderen Nuss steckt, auch Mineralstoffe und Kohlenhydrate sind enthalten. Gerade die Stoffe, die für die kalten Tage so wichtig sind wie die B-Vitamine, Eisen Kupfer und auch Phosphor, sind ein ihnen enthalten.

Auch viele Obstsorten und Gemüsesorten sind im Winter zu bekommen, daher muss sich niemand Gedanken darüber machen, dass er ein Defizit an Nährstoffen bekommen könnte, wenn er sich weiterhin von Rohkost ernährt. Sicher, das Problem mit der Kälte bleibt, aber hier ist ein schöner Tee sicher einmal eine echte Alternative. Auch wenn man Suppen beispielsweise ein klein wenig anwärmt, natürlich nur etwas, ist dies schon eine sehr große Hilfe. Wer es einmal einen Winter ausprobiert wird sehr schnell feststellen, dass alle anderen unter Grippe und Erkältung leiden, und man selbst oft nicht einmal einen Anflug davon feststellen kann. Aus eigener Erfahrung kann ich dies jedenfalls nur bestätigen. Also, keine Ausreden, auch im Winter kann man dem rohköstlichen Lebensstil weiter nachgehen.