Dass Omega-3-Fettsäuren sehr wichtig sind, wenn es um eine gesunde Ernährung geht, daran gibt es gar keinen Zweifel. Mehr sogar noch, sie sind sogar lebenswichtig. Diese Fettsäuren müssen über die Nahrung dem Körper zugeführt werden. Wie wichtig das ist kann man daran erkennen, dass Babys bereits über die Muttermilch versorgt werden mit diesen Fettsäuren.

Gerade in dieser ersten Lebensphase sind diese Stoffe sehr wichtig, denn sie sind beteiligt am Aufbau von den menschlichen Gehirnzellen. Diese Aufgabe übernehmen sie auch weiterhin, denn später sind sie dafür verantwortlich, die Nervenzellen zu stärken und auch die Konzentration zu fördern. Gleichzeitig werden auch noch alle anderen Zellen des Körpers jung gehalten, und das Herz sowie der Kreislauf werden durch die Omega-3-Fettsäuren gestärkt. Sie sind sogar in der Lage, zu hohen Blutdruck und auch zu hohe Cholesterinwerte zu senken.

Die meisten denken bei diesem Wort Omega-3-Fettsäuren sicherlich als erstes an Meeresfisch. Das ist auch ganz einleuchtend, wird heute doch meistens dieser Fisch mit den so wichtigen Fettsäuren in Verbindung gebracht. Dies ist eine Quelle, auf die Rohköstler eigentlich lieber verzichten. Können sie aber auch sehr gut, denn es gibt auch in der Pflanzenwelt sehr hochwertige Quellen für Omega-3. Das ist sicher nicht nur für alle Rohkost-Liebhaber spannend, sondern auch für Vegetarier und Veganer und alle diejenigen, die einfach keinen Fisch mögen.

Wie immer in der Wissenschaft ist auch zu diesem Thema wieder eine heftige Diskussion ausgebrochen, weil man sich wieder nicht einig werden kann darüber, welche Fettsäuren denn nun wirklich wertvoller sind, eher die tierischen oder doch die pflanzlichen.

Generell ist es so, dass die wertvollsten Omega-3-Fettsäuren aus zweiundzwanzig bis fünfundzwanzig Kohlenstoffatomen bestehen. Diese findet man natürlich in den fetten Fischsorten, aber auch in Algen beispielsweise. Es gibt aber auch einige Pflanzenöle, deren Omega-3-Fettsäuren aus etwas weniger Kohlenstoffatomen bestehen, so etwa zwanzig. Dennoch ist auch dies keinerlei Problem, denn diese pflanzliche Variante kann im Körper durchaus umgewandelt werden in eine Form, die hochwertiger ist.

An der allerersten Stelle steht hier wohl das Leinöl, das auch in der Rohkost sehr gerne genutzt wird. In 100 Gramm dieses Pflanzenöls stecken bis zu 55Gramm an Omega-3-Fettsäuren. Seitend der US-Lebensmittelbehörde wird empfohlen, täglich ungefähr 0,5 Gramm davon aufzunehmen. Demnach nehmen die Menschen in Deutschland einfach viel zu wenig davon aus, bei den Männern sind es durchschnittlich nur 0,25 Gramm, bei den Frauen nur 0,15 Gramm. Es würde aber schon vollkommen ausreichen, wenn man jeden Tag einen einzigen Teelöffel an Leinöl zu sich nehmen würde, um eine optimale Versorgung zu erreichen mit Omega-3.

Neben dem Leinöl gibt es natürlich noch weiter Pflanzenöle, die gut sind, so wie das Walnussöl oder das Sesamöl, aber auch die durchaus öfter genutzten Varianten Rapsöl und Olivenöl sind sehr gut geeignet. Es muss also nicht immer der Fisch sein, und somit ist wieder ein Argument entkräftet von allen Zweiflern der Rohkost. Doch, auch Rohköstler sind in der Lage, sich ausreichend mit den benötigten lebenswichtigen Stoffen zu versorgen!