Gerade in der Rohkost-Gemeinde hat man ja schon längst erkannt, dass Nüsse nicht nur leckere Knabbereien sind, sondern auch viel Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Natürlich geht es hier nicht um die Varianten, die stark gesalzen wurden oder gar mit Schokolade überzogen, sondern wirklich um die puren Nüsse. Natürlich ist es auch hier so, dass jede Sorte andere Vitamine und Mineralien zu bieten hat. Hier gibt es eine kleine Übersicht.

Viele lieben Macadamianüsse sehr, allerdings sollte man hier auch recht sparsam sein mit dem Verzehr, denn sie enthalten über siebzig Prozent an Fett. Dass hier schon sehr viele Kalorien zusammen kommen, das ist wohl keine Frage, daher sollte man sie lieber recht sparsam genießen, auch wenn sie noch so lecker sind.

Cashewnüsse sind auch sehr beliebt, und das auch wegen ihres hohen Gehalts an Magnesium. Erfreulich ist, dass ihr Fettgehalt nicht ganz so hoch ist wie der ihrer Kollegen, gerade einmal bei 42 Prozent liegt hier der Anteil, und für eine Nuss ist dies schon recht gering.

Walnüsse liefern echte Nahrung für das Gehirn. In ihnen ist sehr viel an Vitamin B6 enthalten, und dazu kommen noch die Omega-3-Fettsäuren, die für den Körper so wichtig sind. Diese sind sehr reichlich enthalten in Walnüssen.

Im Rohkostbereich wird sehr gerne mit der Kokosnuss gearbeitet, allerdings in den meisten Fällen hauptsächlich mit dem Öl oder auch den Flocken. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, sich die Mühe zu machen und eine Kokosnuss zu knacken, denn sie enthält sehr viel Selen. Dazu schmeckt das Fruchtfleisch der Nuss sehr aromatisch, und es kann natürlich pur genossen werden. Wem dies nicht so liegt, der kann auch gerne eine Milch daraus zaubern.

Gerade zu Weihnachten werden sie wieder verstärkt angeboten, die kleinen Haselnüsse. Sie liefern sehr viel Vitamin E, aber auch Eiweiß, Eisen und Calcium. Aufpassen sollten hier alle Birkenpollenallergiker, denn es hat sich herausgestellt, dass diese auch sehr oft auf Haselnüsse reagieren. Allerdings haben die meisten Rohköstler damit selten ein Problem, weil Allergien wie von selbst verschwunden sind nach der Umstellung auf die Rohkost.

Zur Senkung des Cholesterinspiegels eignen sich sehr gut Pistazien. Sie sind sehr reich an den sogenannten Phytosterinen. Für gewöhnlich haben Rohköstler damit ja kein Problem, aber trotzdem sollte man Pistazien in den Ernährungsplan hineinnehmen, denn die Phytosterine haben nicht nur eine cholesterinsenkende Wirkung.

Sehr gerne genutzt werden immer die süßen Mandeln. Diese werden nicht nur oft zu Mandelmilch verarbeitet, sondern eignen sich sehr gut als Snack. Natürlich sollte man es hier auch mit der Menge nicht übertreiben, auch wenn viele ungesättigte Fettsäuren darin enthalten sind, ebenso wie Eisen, Calcium und Vitamin E.

Erdnüsse kennen die meisten sicher noch als leckeren Snack am Abend auf der Couch, gut gesalzen, aus der Zeit vor der Rohkost-Ernährung. Trotzdem sollte man jetzt nicht auf die Erdnüsse verzichten, denn diese werden zu den Hülsenfrüchten gezählt und enthalten sehr viel Eiweiß. So gesehen sind sie also nicht wirklich Nüsse. Daher enthalten sie nicht, wie die anderen Sorten, die ungesättigten Fettsäuren, sondern vorwiegend die gesättigten Fettsäuren, die nicht sehr zuträglich sind für den Cholesterinspiegel. Daher sollte man sie auch, wie die Macadamianüsse, nur in Maßen genießen.

Wer schon einmal versucht hat, eine Paranuss zu knacken, der weiß, dass dies ein recht mühsames Unterfangen sein kann, denn die Schale ist sehr hart. Das Fruchtfleisch ist eher als herb-nussig zu bezeichnen. Auch diese Nuss ist wieder eine richtige Fettbombe, ganze 67 Prozent Fett sind darin enthalten. Daneben sind aber auch die wichtigen Mineralstoffe Calcium und Magnesium enthalten, und das Spurenelement Selen kommt auch noch dazu.

Generell ist es bei den Nüssen so, wie bei vielen anderen Nahrungsmitteln, die man von früher kennt, so wie Chips. Nimmt man zu viel davon zu sich, kann das negative Auswirkungen haben. Der große Unterschied zu den Chips ist aber auch eindeutig, denn Nüsse haben neben dem hohen Fettgehalt auch noch einen positiven Effekt für die Gesundheit, damit können Chips überhaupt nicht mithalten.

Also, immer schön in Maßen genießen und es nicht übertreiben, der richtige Mittelweg ist immer der beste.