Immer wieder kann man es lesen, alle sind jetzt unterwegs, um noch schnell eine Weihnachtsgans zu kaufen, die Zutaten für den Weihnachtskuchen müssen besorgt werden, und auch für die Vorspeise und die Nachspeise fehlt noch etwas. Schnell noch alles besorgen, bevor es nach Weihnachten nichts mehr gibt.Die alljährliche Schlacht rund um das Weihnachtsmenü ist längst eröffnet, und wenn man sieht, wie viele sich noch am Morgen des 24. Dezembers in das Gewühl stürzen hat man den Eindruck, dass der Weltuntergang doch noch stattfindet, allerdings ein paar Tage später als ursprünglich geplant.

Viel muss es sein, es muss sehr gut schmecken, und wenn man dann hinterher auf seinem Stuhl sitzt und nicht mehr weiß, wie man sich regen soll, dann ist die Hausfrau zufrieden mit ihrem Werk. Dass sie aber vorher den ganzen Tag in der Küche gestanden hat, um Unmengen an fettigem Essen auf den Tisch zu bringen, während andere sich bereits auf Weihnachten einstimmten, daran denkt die Hausfrau nicht. Auch nicht daran, dass sie nach dem festlichen Mahl einiges an Schnaps und Mittel gegen Sodbrennen und Völlegefühl verteilen muss, damit die Gäste überhaupt noch ein klein wenig länger bleiben können. Für jeden Gastgeber ist dies ein gutes Zeichen dafür, dass man seiner Aufgabe gerecht geworden ist.

Nun, dies ist auch wieder ein sehr großer Vorteil der Rohkost. Auch wenn so manch einer meint, dass man als Anhänger der Rohkost seinen Weihnachtsabend damit verbringt, auf etwas Löwenzahn herumzukauen, ist es doch so, dass man auch mit der Rohkost sehr viele leckere Gerichte zaubern kann, die einem Weihnachtsessen die nötige Klasse verleihen. Und sie haben einen sehr großen Vorteil, denn nach dem Genuss dieser Speisen benötigt niemand den berühmten Verdauungsschnaps oder auch andere Mittelchen, um die Nachwirkungen des Essens zu bekämpfen.

Es gibt heute schon sehr viele Rezepte, von der Pizza über Tiramisu bis hin zu Spaghetti und Co., die es auch in der Rohkost-Variante gibt. Je mehr Anhänger die Rohkost bekommt, des mehr wird auch experimentiert und ausprobiert, und alle Rohköstler können von den daraus gewonnenen Erkenntnissen profitieren. Wie bereits berichtet kann man ja schon Weihnachtskekse herstellen, die dem Original im Geschmack in nichts nachstehen. Gefunden wurde auch bereits ein Rezept für Christstollen, und von den Unmengen an Rezepten für Torten wollen wir gar nicht erst reden. Suppen, Knödel mit Champignonsauce, Kohlrabispaghetti, alles gibt es heute im Angebot.

Natürlich sieht es auch nicht anders aus bei den Desserts, über fruchtig bis nussig oder beides ist alles zu bekommen. Am besten ist es auch hier wieder, dass man ganz einfach ein klein wenig experimentiert, nur so können immer wieder neue Varianten entstehen. Wer daran keine Lust hat, kann natürlich auch einfach die Rezepte übernehmen, die andere kreiert haben.

Oft haben Rohköstler auch das Problem, dass man selbst gar nicht kochen möchte, aber die Gäste Rohkost kategorisch ablehnen. Ich persönlich bin der Meinung, dass man auch Gäste, die mit Rohkost gar nichts am Hut haben, mit passenden Gerichten davon überzeugen kann, dass Rohkost auch sehr schmackhaft sein kann. Man muss ja nicht gleich das ganze Menü rohköstlich halten, aber vielleicht schafft es ein Dessert oder auch Konfekt und Plätzchen in der Rohkost-Variante, die Gäste zu überzeugen, dass man diese Gerichte auch durchaus einmal essen kann, ohne gleich tot umzufallen. Bei manchen hat man wirklich den Eindruck, dass sie denken, dass Rohkost schädlich ist. Man muss ja nicht immer gleich den Missionar spielen mit der Absicht, alle auf Rohkost zu bringen, aber zeigen, dass Rohkost sehr lecker sein kann, das ist schon angebracht. Einen Versuch ist es allemal wert 😉 .