Viele Menschen, gerade auch im Bereich der Rohkost, wollen ihrem Darm etwas Gutes tun, schließlich ist ja allgemein bekannt, dass im Darm der Sitz der Gesundheit ist. Viele Werbungen bieten entsprechende kleine Getränke an, die die nötigen Milchsäurebakterien enthalten, diese können für gutes Geld gekauft werden. Für alle, die von Rohkost leben, schließt sich ein solcher Kauf bereits von selbst aus. Daher ist man immer auf der Suche nach Alternativen. Eine davon, gerade im Rohkost-Bereich sehr beliebt, ist Rejuvelac. Dies ist eigentlich nichts Neues, wird aber gerade wiederentdeckt. Im Grunde genommen ist Rejuvelac ähnlich dem bekannten Brottrunk und kann ganz einfach selbst hergestellt werden.

Rejuvelac ist eine Flüssigkeit, die fermentiert ist. Während des Prozesses der Fermentation vermehren sich bei dieser Flüssigkeit die Milchsäurebakterien, und diese sorgen dann später im Darm dafür, dass dort ein optimales Milieu vorherrscht. Dadurch wird nicht nur die Nahrungsaufnahme verbessert während der Verdauung, auch das gesamte Immunsystem wird dadurch gestärkt.

Für die Herstellung von Rejuvelac wird meistens Weizen genutzt, aber auch Roggen, Gerste, Hafer, Quinoa, Reis, Buchweizen oder viele andere Getreidesorten sind dafür bestens geeignet. Das fertige Getränk soll acht der wichtigen B-Vitamine enthalten, dazu noch Vitamin E und K, und auch etliche Proteine. Enthalten sind demnach weiterhin auch Kohlenhydrate, Amylasen (Enzyme) und Phosphate. Im Rohkost-Bereich wird der Rejuvelac aber auch eingesetzt bei der Fermentation des beliebten Nusskäses.

Die Herstellung ist wirklich sehr einfach. Alles, was man dafür braucht, ist Weizen oder ein anderes Getreide, Wasser und eine Glasschüssel. Für die Herstellung dieses Getränks haben wir einfach eine kleine Tasse Weizen genommen. Dieses haben wir über Nacht in Wasser eingeweicht. Am nächsten Morgen wird dann der Weizen abgegossen, und in die Schüssel gegeben. Am besten legt man einen Teller oder Ähnliches darauf zum Abdecken. Abends dann den Weizen in ein Sieb geben und gründlich abspülen. Am dritten Tag spült man den Weizen einmal Morgens und einmal abends gründlich ab, und gibt ihn hinterher immer wieder in die Schüssel. Während dieser Zeit wird der Weizen keimen, das kann man auch sehr gut sehen.

Am vierten Tag dann gießt man Wasser auf den gekeimten Weizen. Ich möchte hier nicht unbedingt irgendwelche Mengenangaben machen, ich bin immer der Meinung, dass man hier ruhig ein klein wenig experimentieren kann. Aber so ein Liter bis 1,5 Liter dürfen es ruhig sein. Auch hier wieder einen Deckel auf die Schüssel geben. Diese Mischung lässt man dann zwei Tage stehen, wer einen etwas stärkeren Geschmack bevorzugt, der kann es auch drei Tage stehen lassen. Am Ende des zweiten oder dritten Tages kann man die Mischung dann durch ein Sieb abgießen. Natürlich kann man nicht alles gleich trinken, die Menge ist ja schon recht groß, aber in Flaschen oder auch Gläser abgefüllt kann man den Rejuvelac schon ein paar Tage im Kühlschrank stehen lassen. Den Weizen kann man nutzen für einen weiteren Ansatz. Allerdings sollte man hier beachten, dass jeder weitere Ansatz schwächer wird als der davor. Viele füllen den Weizen auch noch ein drittes Mal auf, bis dahin ist das auch in Ordnung, aber ein viertes Mal sollte man dann doch vermeiden.

Geschmacklich ist der Rejuvelac leicht säuerlich, aber nicht unangenehm, und auch gut zu trinken. Wer mag, kann ihn auch in den Smoothie mixen. Der Rejuvelac ist schnell gemacht, der Aufwand hält sich in Grenzen, und das Immunsystem dankt es einem. Einfach einmal probieren, hier gibt es auch noch ein Video in Englisch zur Herstellung des Rejuvelac von Angela Stokes.

 

 

Und hier nun das fertige Getränk:

 

 

 

 

Wer mag, kann sich hier im Video anschauen, wie es genau geht:

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