So, nun ist es wieder soweit, wir wollen wieder etwas über den sogenannten Wunderbaum Moringa berichten. Heute geht es um die Inhaltsstoffe und auch um die Wirkungen. Verarbeitet werden von diesem Baum hauptsächlich die Blätter. Somit bekommt man als fertiges Produkt hierzulande auch meistens zerkleinerte Blätter, Pulver oder Kapseln, die das Pulver der Blätter enthalten.

Moringa Inhaltsstoffe 1

 

 

In den Blättern sind sehr viele Vitamine enthalten, genauer gesagt die Vitamine A, B, C und auch E. Zudem sind auch Mineralien enthalten, dies sind Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Eisen und Phosphor. Wenn man die Menge der enthaltenen Inhaltsstoffe einmal vergleicht mit anderen Lebensmitteln, ergeben sich folgende wirklich interessante Ergebnisse:

 

 

 

Verglichen werden einhundert Gramm Moringa mit derselben Menge des anderen Lebensmittels. Dabei kommen folgende Ergebnisse heraus:

 

etwa

25-mal so viel an Eisen wie Spinat

17-mal so viel an Kalzium wie Milch

15-mal so viel an Kalium wie Bananen

7-mal so viel an Vitamin C wie in Orangen

7-mal so viel an Vitamin B1 und B2 wie in Hefe

6-mal so viel an Polyphenolen wie im Rotwein

4,5-mal so viel an Folsäure wie in Rinderleber

4,5-mal so viel Vitamin E wie in Weizenkeimlingen

4-mal so viel Vitamin A und 2,5-mal so viel Karotin wie in Karotten

2-mal so viel Magnesium wie in Braun-Hirse

2-mal so viel Proteine wie in Soja

2-mal so viele Ballaststoffe wie in Vollkorn

1,5-mal so viele Aminosäuren wie in Eiern

1,5-mal so viel Zink wie in Schweineschnitzeln

 

 

Liest man diese Werte ist es sicher nicht verwunderlich, dass der Moringa-Baum nicht nur in Indien, sondern auch in Sri Lanka und auf den Philippinen das Gemüse ist, das am weitesten und meisten verbreitet ist. Der Geschmack von Moringa ist eher meerrettichartig, und er besitzt einen Geruch, der wirklich recht stechend ist. Verantwortlich dafür sind die Senfölglykoside, die hauptsächlich zu finden sind in den Wurzeln des Baumes.

Nutzt man die Moringa-Blätter als Gemüse bietet dies einen großen Vorteil, denn es man muss kein Salz mehr hinzugeben. Den Blättern wird eine entzündungshemmende Wirkung zugestanden, und die Wurzeln werden gerne genutzt, um Beschwerden von rheumatischen Erkrankungen zu kurieren. In Studien konnte mittlerweile belegt werden, dass die Inhaltsstoffe des Moringa-Baumes auch ein Potential für die Krebsvorbeugung haben.

Moringa InhaltsstoffeAlle Pflanzenteile, die der Moringa-Baum zu bieten hat, werden genutzt in der traditionellen Medizin von Sri Lanka, Indien und auch Afrika. Die getrockneten und geschälten Samen haben eine Eigenschaft, die Moringa auch hierzulande bekannt gemacht hat, denn sie sind in der Lage, Trinkwasser aufzubereiten. Viele haben vielleicht bei Galileo auf ProSieben den entsprechenden Bericht dazu gesehen und mit Staunen miterlebt, wie die pulverisierten Samen aus dreckigem Tümpelwasser trinkbares Wasser herstellten. Wie das geht? Die Schwebstoffe, die im Wasser enthalten sind, werden durch das Pulver gebunden. Dadurch werden die Bakterien gleich mit gebunden, denn diese hängen an ebendiesen Schwebeteilen. Danach flockt es dann aus. Um einmal die sagenhafte Wirkung deutlicher zu zeigen, hier ein Beispiel: nur zweihundert bis dreihundert Gramm des Moringa-Pulvers reichen aus, um ein ganzes Fass von Flusswasser vollständig zu klären. Voraussetzung ist, dass die Mischung für rund fünfzehn bis zwanzig Minuten immer gleichmäßig und schön langsam gerührt wird.

Natürlich wurden eingehende Untersuchungen durchgeführt um festzustellen, ob das Pulver vielleicht eine schädliche Wirkung haben könnte auf die Fische und auch den Menschen. Dies kann allerdings ausgeschlossen werden.

Die Samen können nicht nur gut getrocknet und pulverisiert werden, man kann auch ein sehr gutes Öl aus ihnen pressen. Dies ist ein sehr stabiles Öl, das man dazu noch sehr lange halten kann ohne Angst haben zu müssen, dass es ranzig werden könnte.

Hat man es tatsächlich geschafft, ein Exemplar eines Moringa-Baumes zu züchten, dann kann man auch bestens die Blätter und natürlich die Früchte verzehren als Gemüse. Jetzt wird es wieder sehr interessant für alle Rohkost-Fans, denn in Asien und Indien wird der Presssaft der Moringa-Blätter genutzt als ein Zusatz für Getränke, um eine Mangelernährung zu verhindern oder zu bekämpfen.

Allein schon die große Menge an Inhaltsstoffen macht den Moringa-Baum und die entsprechenden Produkte sehr interessant, natürlich nicht nur für alle Anhänger der Rohkost, sondern für alle Menschen.