Immer wieder gibt es ja auf dem Markt viele tolle neue Wundermittel, die noch mehr Vitamine und Mineralstoffe oder auch Eiweiß und wer weiß was noch enthalten als alle anderen Produkte, die es bisher gegeben hat. Dabei ist es dann egal, ob es grüne Blätter sind, ein bestimmter Tee oder auch eine neue Wunderbeere. Moringa 1Viele dieser Neuentdeckungen waren sehr schnell oben, verloren aber auch ganz rasant wieder an Beliebtheit als dann herauskam, dass die Nährstoffangaben doch nicht ganz so korrekt waren.

Was aber, wenn es ein Produkt gibt, das nicht nur durch Nährstoffangaben überzeugt, sondern auch durch Praxistests? Sicher, davon gibt es nicht viele, und schon gar nicht im Bereich der Naturprodukte, aber einige Pflanzen und Bäume wissen sogar heute noch genau, wie man die Wissenschaftler recht alt aussehen lässt. Dazu scheint auch der Moringa-Baum zu gehören. Dieser Baum ist keine neue Erfindung oder Züchtung, ganz im Gegenteil, es gibt ihn schon seit sehr langer Zeit. Da die Informationen, die es sowohl zum Baum selbst als auch zu den Inhaltsstoffen und den Wirkungen der Inhaltsstoffe gibt, sehr reichhaltig sind, werden wir die Informationen auf unterschiedliche Berichte aufteilen, um eine gewisse Übersichtlichkeit zu gewährleisten.

Der Moringa-Baum – Moringa oleifera

In diesem Bericht geht es vor allen Dingen zunächst einmal um den Baum selbst. Sein botanischer Name ist Moringa oleifera, und die meisten Produkte, die man davon hierzulande kaufen kann, werden auch unter diesem Namen vertrieben. Bekannt ist der Baum auch unter dem Namen „Meerrettichbaum“. Dieser Name beschreibt schon ein klein wenig, in welche Geschmacksrichtung und Duftrichtung es bei diesem Baum geht. Die Wurzeln des Baumes verursachen einen brennenden Geruch, dieser entsteht durch die Senfölglykoside, die in der Wurzel enthalten sind. Da die Samen aber auch eine reinigende Wirkung haben auf schmutziges Wasser, ist der Moringa-Baum auch bekannt unter dem Namen „Klärmittelbaum“. Auf diese Eigenschaft von Moringa wollen wir aber erst später eingehen.

Die Heimat des Moringa-Baums

Der Moringa-Baum ist beheimatet in Indien, aber vermutlich wohl auch in Afrika. Angebaut wird er heute in sehr vielen Regionen, er ist in Amerika ebenso zu finden wie auf den Philippinen, auf Sri Lanka oder in Mexiko. Allerdings gedeiht der Moringa-Baum nur in sehr heißen Klimazonen so richtig gut. Ein langsameres Wachstum wird er an den Tag legen in allen Zonen, in denen die Luftfeuchtigkeit höher ist, und auch Niederschlagsmengen verzeichnet werden von mehr als 3.000 mm im Jahr. Dennoch wächst er auch dort.

Moringa

Wachstum des Moringa-Baums

Der Moringa-Baum wächst sehr schnell. Schon im ersten Jahr ist es durchaus möglich, dass er eine Höhe erreicht von bis zu acht Metern. Heute ist Indien der größte Produzent überhaupt von Erzeugnissen aus dem Moringa-Baum.

Inhaltsstoffe

Es ist sein hoher Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und auch Aminosäuren, die die Produkte des Moringa-Baums so begehrt machen. Daher wird auch hierzulande versucht, diesen Baum zu züchten. Aufgrund des hier vorherrschenden Klimas dürfte dies in der Natur nicht so sehr gut funktionieren, dennoch ist es etlichen Hobbygärtnern bereits gelungen, einen Moringa-Baum zu züchten. Sei es im Gewächshaus oder mit dem warmen Platz vor der Heizung, die Erfolgsgeschichten sind durchaus unterschiedlich. Natürlich wollen auch wir es uns nicht nehmen lassen, dies auszuprobieren, über Erfolg oder auch Misserfolg dieses Unterfangens werden wir natürlich ebenfalls berichten.