In der letzten Zeit liest man immer wieder sehr viel, gerade im Rohkostbereich, von der Sprossenzucht und den sagenhaften Vorteilen, die Sprossen für die tägliche Ernährung haben. Die einen sagen, man sollte auf jeden Fall die speziellen Sprossengläser dafür kaufen, andere wiederum sagen, dass einfache Gläser mit Fliegengitter darüber auch vollkommen ausreichen.

SprossenDem wollten wir einmal nachgehen, und haben ganz einfach einmal mit Linsen den Selbstversuch gemacht. Sicherlich stimmen wir alle darin überein, dass man für so etwas immer mit Bio-Samen arbeiten sollte. Und auch die Qualität des Wassers spielt eine Rolle, daher ist es sicherlich ratsam, zum Spülen zumindest destilliertes Wasser zu nehmen.

Das Ganze ist auch sehr einfach. Man nimmt die Samen, in diesem Fall waren es Berglinsen, und weicht diese für mehrere Stunden ein in kaltem Wasser. Zu beachten ist, dass nicht alle Samen in kaltem Wasser eingeweicht werden, und auch die Einweichzeiten variieren immer, je nach Saatgut. Hier geht es aber zunächst einmal darum, ob und wie man mit ganz einfachen Mitteln ohne großen Aufwand Sprossen ziehen kann.

Danach wurden die Linsen abgespült und in ein größeres Glas gegeben. Danach haben wir etwas Fliegengitter zugeschnitten, so dass es die Öffnung bedeckte und noch etwas an den Seiten überstand, so dass man das Gitter mit einer Schnur fixieren konnte. Dann haben wir das Glas schräg nach unten in eine große Tasse gestellt, es eignet sich auch eine Schüssel oder ein Plastikbehälter, eben alles, wo das Glas schräg drinstehen kann und das Wasser die Möglichkeit hat, abzufließen, ohne dass die Öffnung des Glases im Wasser steht.

Mindestens zwei Mal täglich sollte man wieder frisches Wasser hineingeben in das Glas, die Samen gründlich durchspülen und dann wieder ablaufen lassen, um einer eventuellen Schimmelbildung vorzubeugen. Hygiene ist hier sehr wichtig, daher immer darauf achten, dass alles sauber abläuft, sonst wird ein solches Experiment auch schnell ein Fehlschlag.

Nach ein paar Tagen sah das Ergebnis dann so aus. Sprossen 3Tatsächlich haben sich Sprossen gebildet, und nicht gerade kleine. Für weitere Experimente haben wird das nun auch ausprobiert mit grünen Erbsen und Buchweizen, weitere Sorten werden auf jeden Fall folgen. Sprossen schmecken nicht nur sehr gut, sie sind auch reich an wertvollen Inhaltsstoffen, so wie Vitaminen, Mineralstoffen, Phytonährstoffen und auch Enzymen. Zudem sind diese Sprossen leicht verdaulich, und sie besitzen dazu noch eine ganz besondere Lebenskraft, die wir uns zunutze machen können. Zu diesem Thema gibt es mehr Informationen unter http://hippocratesinst.wordpress.com/rohkost-produkte/sprossen-keime/sonnennahrung-keimling/ . Hier wird genau erklärt, warum Sprossen jeden Tag auf dem Tisch zu finden sein sollten, und warum dies von dem berühmten Dr. Brian Clement empfohlen wird.

Fazit des Versuchs: Wer ein klein wenig begabt ist im Bastelbereich kann durchaus verzichten auf die teilweise recht teuren Keimgläser, die es im Angebot gibt. Wer einfach keine Lust hat auf diese Arbeit, kann sich natürlich die Keimgläser zulegen, das muss wie immer jeder selbst entscheiden. Das Ergebnis ist dasselbe, nur ist die Do-it-yourself-Methode ein ganz klein wenig aufwändiger, allerdings nicht in dem Maße, dass man es nicht bewältigen könnte.

Wer es selbst einmal ausprobieren möchte, hier ist eine kleine Liste an Samen, die ganz besonders empfohlen werden vom berühmten Hippocrates Health Institute für die Sprossenzucht: Sonnenblumenkerne mit der Schale, grüne Erbsen, Buchweizensprossen und auch Bockshornklee.

Natürlich kann man auch Alfalfa nehmen, Dinkel, oder auch viele andere Samen, hier muss jeder selbst entscheiden, wo seine Interessen liegen. Bezüglich der Fähigkeit zum Keimen oder auch der Einweichzeit finden sich überall tolle Tipps, man muss nur einmal schauen. Also, ran an die Gläser und wertvolle Sprossen züchten!!!!

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