Sie führt hierzulande noch immer ein Schattendasein, wenn man sie überhaupt genießt, dann meistens nur aus dem Glas, verarbeitet in einem Salat. Die Rote Bete ist nicht unbedingt das beliebteste Gemüse, und das ist nicht nur in Deutschland so. Viele ältere Menschen nutzen die Rote Bete sehr gerne in unterschiedlichen Gerichten, bei den jüngeren Menschen kommt sie nicht so gut an. Das ist eigentlich sehr schade, denn sie ist sehr gesund. Auch im Bereich der Rohkost ist die Rote Bete sehr vielseitig anwendbar.

Rote BeteOft ist es gar nicht so einfach, Rote Bete roh zu bekommen, denn in vielen Geschäften gibt es entweder nur die eingelegte Variante im Glas, oder die bereits vorgekochte Variante. Dennoch sind sie natürlich zu bekommen, manchmal muss man nur etwas länger suchen. Und dieses Suchen lohnt sich auf jeden Fall, denn in der Roten Bete ist sehr viel Betain enthalten, dies ist ein sogenannter sekundärer Pflanzenstoff. Er stimuliert die Funktion von den Zellen der Leber, und gleichzeitig wird auch noch die Gallenblase gekräftigt. Somit sorgt die Rote Bete für eine gute Verdauung, und Stoffwechselendprodukte können bestens und vor allen Dingen schnell ausgeschieden werden. Daher findet man die Rote Bete auch immer wieder in Rezepten, die sich rund um das Saftfasten und die Entgiftung drehen.

Das Betain hat aber auch eine Wirkung auf das Herz und die Blutgefäße, denn es ist in der Lage, den Homocysteinspiegel zu senken. Ein erhöhter Homocysteinspiegel ist ein Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Zudem enthält die Rote Bete auch noch viel Folsäure, somit kann man mit regelmäßigem Genuss sowohl einem Herzinfarkt als auch einem Schlaganfall vorbeugen.

Studien zeigen, dass Rote Bete auch in der Lage ist, zur Regulierung des Blutdrucks beizutragen. Zudem kann das Gemüse auch die Laune heben.

Das Beste an der Roten Bete ist, dass man nicht nur die Knollen selbst nutzen kann, sondern auch die Blätter. Die Blätter enthalten sogar noch mehr Vitalstoffe als die Knolle selbst. In ihnen ist siebenmal mehr Calcium enthalten als in den Rüben, dreimal so viel an Magnesium, und auch sechsmal so viel Vitamin C. Die besten Werte können die Blätter aber erreichen beim Vitamin A und K, denn sie enthalten zweihundertmal so viel Vitamin A wie die Rüben, und zweitausendmal so viel Vitamin K.

Im Rohkostbereich wird die Rote Bete sehr oft genutzt zum Entsaften. Reiner Rote-Bete-Saft ist sicherlich für viele nicht unbedingt geeignet, aber man kann ja auch noch beispielsweise Äpfel hinzugeben oder Karotten, dann wird daraus ein leckerer Saft. Aber auch geraspelt im Salat mit einem leckeren Dressing macht sich die Rote Bete sehr gut. Rote Bete 1Bei der Zubereitung nicht vergessen Handschuhe anzuziehen, sonst kann es schon einmal etwas länger dauern, bis man die schöne rote Farbe wieder von der Haut herunter bekommt. Einfach etwas durchziehen lassen, und schon hat man einen leckeren Salat, der noch dazu schnell zubereitet ist.

Auch wenn die Rote Bete vielleicht optisch nicht so ansprechend ist wie anderes Gemüse und auch nicht einen so guten Geschmack hat sollte man ihr auf jeden Fall eine Chance geben, allein schon wegen der vielen wertvollen Inhaltsstoffe.