In sehr vielen Rezepten kann man mittlerweile als Zutat Mandelbutter oder andere Nussbuttersorten finden. Oft werden sie in Desserts oder Kuchen eingesetzt. Allerdings kann es recht teuer sein, sich diese ganzen Nussbuttersorten zuzulegen, denn im Handel werden dafür teilweise recht hohe Preise verlangt. NussbutterDiese Zutaten aber einfach weglassen, das geht auch sehr oft nicht, da gerade Mandelbutter vielen Torten oder Desserts die gewünschte Konsistenz verleiht. Wer die teuren Preise nicht zahlen möchte, der kann sich seine Mandelbutter und Co. auch durchaus selbst herstellen. Oft passiert es ja auch, dass man schnell etwas zaubern möchte, weil vielleicht Besuch ins Haus steht, und ausgerechnet die Mandelbutter ist einen Tag zuvor ausgegangen. Macht man sich seine Mandelbutter selbst, muss man nur ausreichend Mandeln auf Vorrat haben, und man kann immer die tollsten Rezepte umsetzen.

Als ich von der Möglichkeit gehört habe, sich seine Nussbutter selbst herzustellen, habe ich erstmal eine Variante gewählt, die mir am einfachsten schien, und zwar habe ich mit Cashewnüssen gearbeitet. Diese sind nicht umsonst so beliebt und in der Rohkost-Küche immer und überall vertreten. Die Cashews haben den großen Vorteil, dass sie von Natur aus sehr weich sind und somit auch ohne einweichen verarbeitet werden können. Um zu testen, ob man überhaupt aus Nüssen ganz einfach Nussbutter machen kann, boten sich diese Cashews natürlich an.

Für die Herstellung habe ich keinen Blender genommen, sondern einen Zerkleinerer, eine Küchenmaschine mit einem s-förmigen Messer ist auch bestens dafür geeignet. Für mich funktioniert es so am besten, aber jeder hat seine eigenen Favoriten bei der Wahl der Geräte. Nussbutter 2Ich habe lediglich die Cashewnüsse in den Behälter gegeben und nur kurz die Nüsse damit zerkleinert, das dauert alles in allem ein paar Sekunden. Danach habe ich das Gerät immer wieder für zehn bis zwanzig Sekunden angestellt, bis sich die Öle aus den Nüssen freigesetzt hatten und ich eine schöne Nussbutter erhalten hatte. Zwischendurch musste die Masse ab und zu nach unten geschoben werden. Das hat also schon einmal funktioniert.

Mit der Mandelbutter kann man allgemein mehr anfangen, sie kommt in weitaus mehr Rezepten vor, obwohl ich davon ausgehe, dass man diese Varianten problemlos austauschen kann, es kommt eben immer auch auf den eigenen Geschmack an. Mandelbutter herzustellen ist dann doch ein klein wenig aufwändiger, und zwar aus dem Grunde, dass die Mandeln fester sind in der Konsistenz. Es dauert um einiges länger, ihnen die wertvollen Öle zu entlocken, die aus den gemahlenen Mandeln eine Mandelbutter machen.

Auch hier gibt man die Mandeln in den Behälter und beginnt zunächst ganz langsam damit, die Mandeln zu zerkleinern. Etwas lästig ist dabei, dass sich die Mandeln immer am Rand festsetzen und man sie mit einem Schaber nach unten drücken muss. Man kann das Gerät also nicht einfach laufen lassen, somit benötigt die Mandelbutter mehr Zeit für die Herstellung. Insgesamt sollte man mit bis zu zwanzig Minuten rechnen, bis sich überhaupt abzeichnet, dass aus der Masse eine Butter werden könnte. Wer mag, kann auch ein wenig Öl hinzugeben. Wer Mandelöl zur Verfügung hat, kann sehr gut dieses nutzen, aber Kokosöl ist auch eine sehr gute Alternative. Immer wieder muss man die Masse nach unten schieben, und von neuem mit dem Mixen beginnen. Dabei sollte man auch darauf achten, dass das Gerät zwischendurch nicht heiß läuft. Es ist kein Problem, zwischendurch einmal Pausen zu machen, aber man sollte genug Geduld aufbringen, um das gewünschte Endergebnis zu erhalten, die beliebte Mandelbutter. Wenn man eher ein Mandelmus herstellen möchte, gibt man entsprechend mehr Öl hinzu, und schon hat man sein eigenes Mandelmus.

Nussbutter 1Auch mit Erdnüssen funktioniert die Methode bestens, so bekommt man Erdnussbutter, die nicht vollgestopft ist mit Zusatzstoffen, Zucker und was weiß ich sonst noch alles. Gerade für Kinder ist dies eine halbwegs gesunde Alternative, auch wenn noch immer viel Fett in der Erdnussbutter steckt. Daher sollte man sie immer nur in geringen Mengen nutzen.

Für viele ist es sicher einfacher, sich Mandelbutter oder Erdnussbutter ganz einfach zu bestellen, und das ist ja auch vollkommen in Ordnung. Wer aber nicht so viel Geld ausgeben möchte, oder ganz einfach genau wissen möchte, was in seiner Nussbutter drin ist, der stellt sie selbst her. Sicherlich ist es auch möglich, aus allen anderen Nusssorten eine solche Butter herzustellen, nach und nach werde ich auf jeden Fall noch weitere ausprobieren.

Aus Haselnüssen kann man übrigens unter der Zugabe von Kakao auch eine wunderbare rohe Nuss-Nougat-Creme herstellen, die der eines bekannten Herstellers schon ziemlich nahe kommt… 😉