Zu den Dingen, die viele in der Rohkost-Ernährung vermissen, gehört sicherlich auch die gute alte Mayonnaise. Man hat sie nicht nur auf den Pommes finden können, sondern auch in verschiedenen Salaten wie im Kartoffelsalat, Nudelsalat aber auch verschiedenen Salaten mit frischem Gemüse. Aber auch in der Rohkost gibt es eine Möglichkeit, sich seine eigene Mayonnaise herzustellen. rohe MayonnaiseDas geht nicht nur viel einfacher als beim Original, sondern ist auch viel gesünder und vor allen Dingen ohne tierische Produkte. Natürlich hat die rohe Mayonnaise nicht genau dieselbe klebrige Konsistenz, die dem Originalprodukt oft zu eigen ist, und auch der Geschmack weicht etwas ab, dennoch reicht diese Variante schon sehr nah an das Original heran.

Meinen ersten Versuch habe ich zu Silvester gemacht und meinen Rotkohlsalat mit dieser Mayo verfeinert. Seitdem habe ich das Grundrezept immer mehr abgewandelt, je nachdem für welchen Zweck die Mayo genutzt werden sollte. Wie immer ist es etwas schwierig, die genauen Mengen zu benennen, weil ich immer gerne experimentiere und hier und da noch etwas von dem einen oder anderen dazugebe.

Grundlage für diese Mayonnaise sind 250 Gramm Cashewnüsse, die für zwei Stunden in Wasser eingeweicht werden sollten. Wenn die Zeit vorbei ist, gibt man die Cashewnüsse zusammen mit rund 100 Gramm Blumenkohl und 100 ml Wasser in einen Zerkleinerer oder Mixer. Beim Blumenkohl habe ich nur den oberen Teil der Röschen genommen und nicht die Stiele, die habe ich zuvor entfernt. Diese Mischung gut mixen bis sich alles gut verteilt hat. Danach dann etwa 60 ml Olivenöl hinzufügen und weiter mixen, bis die Masse die gewünschte cremige Konsistenz erreicht hat. Eventuell muss man noch etwas Öl oder auch Wasser hinzugeben, um die Konsistenz zu erreichen, das muss jeder selbst ausprobieren. Anschließend noch drei Esslöffel Zitronensaft, und je einen Teelöffel Agavendicksaft, Senf und Apfelessig hinzugeben. Eine Prise Salz rundet das Ganze ab. Alles nochmals gut vermischen und dann abschmecken. Ich gebe auch gerne mal noch etwas Knoblauch hinzu, oder auch Curry, experimentieren ist hier wieder einmal angesagt.

rohe Mayonnaise 1Ach ja, den Senf gibt es auch mittlerweile in Rohkost-Qualität zu kaufen, man muss ihn sich also nicht mehr mühsam selbst herstellen. Dabei sind roh vegane Varianten im Angebot, oder auch Senfsorten mit Honig, die dann zwar nicht vegan sind, aber immer noch roh. Ohne den Senf fehlt der Mayonnaise ein wenig das gewisse Extra, daher ist es ratsam, diesen auf jeden Fall hinzuzufügen.

Ich werde im Laufe der Zeit bestimmt noch viele andere Variante probieren von dieser Mayonnaise, das Rezept ist sehr wandelbar, und jeder findet seine Lieblingsmayonnaise. Was mich persönlich daran fasziniert ist diese Cremigkeit, die schon sehr nahe an das Original herankommt, und natürlich auch der Geschmack. Je nachdem welche Zutaten man hineingibt ergibt sich auch eine andere Farbe, das Originalrezept bringt eine eher helle Mayo hervor, mit Curry wird das Endergebnis entsprechend dunkler. Vielleicht wollt Ihr etwas Schärfe hereinbringen mit Paprika, das wird sicherlich auch eine nette Farbvariante 😉 .