Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich habe schon als Kind Mohnkuchen geliebt. Warum das so ist, kann ich nicht genau sagen, auf jeden Fall schmeckte er immer sehr gut. In letzten Zeit hatte ich immer mal wieder Lust auf ein Stück genau dieses Mohnkuchens. Aber natürlich kam es nicht in Frage, in den Bäckerei zu laufen und ein Stück zu kaufen, es musste schon die rohköstliche Variante sein. Mohnkuchen 1 Also habe ich nach Rezepten gesucht und mich inspirieren lassen. Irgendwie waren alle Rezepte nicht so mein Fall, also habe ich von jedem etwas genommen und ganz einfach experimentiert. So kommt es auch, dass ich hier keine genauen Mengenangaben machen kann. Das ist aber auch gar nicht nötig finde ich, denn frei Hand lässt sich dieser Mohnkuchen am besten herstellen.

Für den Teig habe ich Haferflocken und Cashewkerne genommen. Doch, Haferflocken gibt es auch in Rohkostqualität. Zwar muss man etwas länger suchen, aber man kann sie definitiv bekommen. Ich habe also die Haferflocken und ein paar Cashewkerne in den Zerkleinerer gegeben und schön fein gemahlen. Dazu habe ich etwas Agavendicksaft gegeben, ein paar Datteln und etwas Wasser, so dass sich eine teigige Masse ergibt. Bei meinem ersten Versuch hatte ich die Datteln weggelassen, aber der Teig wurde viel zu bröselig, so konnte man den Kuchen gar nicht essen, weil er immer auseinander fiel. Mit dem Wasser immer vorsichtig umgehen, damit der Teig nicht zu dünn wird. Alles im Zerkleinerer gut durchmixen. Dann hab ich den Teig in kleine Muffinformen gegeben und den Boden angedrückt. Wenn ich experimentiere nehme ich immer nur geringe Mengen, falls der Versuch erfolglos ist. Dementsprechend reicht dafür auch eine Muffinform aus. Etwas Teig habe ich mir auch noch für die obere Schicht übrig gelassen.

Dann kam die Mohnfüllung dran. Den Mohn habe ich zunächst gründlich gewaschen. Dann habe ich ihn ebenfalls in den Zerkleinerer gegeben zusammen mit ein paar Datteln und dazu auch etwas Agavendicksaft und Wasser. Mohnkuchen 2Mischt man dies alles richtig durch, erhält man dieselbe Konsistenz, die die Mohnfüllung auch in einem herkömmlichen gebackenen Kuchen hat. Die Füllung auf den Teig geben, gut andrücken und dann oben noch eine Schicht Teig drauflegen und ebenfalls andrücken. Dann noch eine halbe Stunden in den Kühlschrank und der rohköstliche Mohnkuchen ist fertig! Es ist wirklich erstaunlich, wie nahe er an das Original herankommt.

Sicherlich kann man statt Agavendicksaft auch andere flüssige Süßungsmittel nehmen, und auch die Nüsse sollten austauschbar sein. Normalerweise kommen ja noch Rosinen in die Mohnfüllung, aber da ich kein Fan von Rosinen bin, habe ich sie herausgelassen. Natürlich kann jeder selbst noch die Zutaten hinzugeben, die er am liebten mag, das bleibt ja jedem selbst überlassen. Auch die Kuchenform ist frei wählbar, das nächste Mal werde ich auch eine viel größere Variante nehmen. Einfach wieder einmal experimentieren, oft kommen dabei die tollsten Sachen heraus 😉