Dass man nicht unbedingt Milchprodukte benötigt sollte ja mittlerweile jedermann bekannt sein. Dennoch fällt es bei einer veganen Lebensweise oftmals schwer, auf Sachen wie Schlagsahne, Schmand oder ähnliches zu verzichten. WP_20140221_003Allerdings gibt es bereits sehr gute vegane Alternativen zu kaufen. Im Rohkostbereich sieht es ein klein wenig anders aus. Zwar gibt es schon lange gute Rezepte, um pflanzliche Milch herzustellen, so wie Mandelmilch oder Hafermilch, und diese kann man auch für viele Dinge verwenden, beispielsweise für leckere Milchshakes. Aber die Herstellung von Schlagsahne wollte bisher noch nicht so wirklich gelingen.

Es gibt auch schöne Rezepte für eine dickere Version, so dass die Milch auch die Konsistenz einer flüssigen Sahne hat. Das große Problem war bisher immer, dass man diese Sahne nicht schlagen konnte, um sie beispielsweise auf einen Kuchen zu geben. Bisher habe ich meistens Rezepte für Cashewsahne gefunden, die dann zwar einen dickere Konsistenz hatte, aber nicht genutzt werden konnte zum Aufschlagen. Das hat sich jetzt geändert, denn ich bin auf ein Rezept gestoßen für eine Cashewsahne, die man aufschlagen kann, und die tatsächlich fest wird. Zwar ist sie von der Konsistenz her nicht so fein wie herkömmliche Schlagsahne, aber sehr lecker.

Nachdem ich das Rezept gefunden hatte, musste ich es gleich ausprobieren, und das ging auch sehr schnell und einfach. Benötigt werden für zwei Portionen lediglich 50 g Cashewnüsse, 30 g Kokosfett und 70 g Wasser. Über Nacht weicht man die Nüsse in Wasser auf. Danach in ein Sieb geben, abspülen und abtropfen lassen. Die Nüsse dann in den Mixer oder Zerkleinerer geben und das Wasser dazugießen. Mixen bis aus den Zutaten eine recht feine Masse entsteht. Das Kokosfett, ich habe hier Kokosöl genommen, in einen flüssigen Zustand bringen. Dann dazugeben und erneut mixen, allerdings nur recht kurz, zehn Sekunden reichen aus.

Danach geht es weiter wie bei der herkömmlichen Sahne. Einfach in ein hohes Gefäß füllen und mit dem Handmixer durchrühren. Dabei sollte man darauf achten, dass die Masse nicht zu warm und nicht zu kalt ist, dreißig Grad ist die passende Wärme zum Aufschlagen. Zudem darf auf keinen Fall zu lange geschlagen werden, lediglich so lange, bis man eine kleine Spur sehen kann, nachdem der Mixer ausgeschaltet wurde. Der große Vorteil ist, dass die Sahne nachhärtet. Daher sollte man vor dem Servieren auch noch etwas warten, bis sie fest ist. Wenn es schneller gehen soll, kann man auch den Kühlschrank nutzen. Danach kann die Sahne auf den Kuchen gestrichen werden, sogar mit einem Spritzbeutel kann sie genutzt werden, um Akzente zu setzen mit der Sahne. Ich finde, diese Variante ist eine echte Alternative zur herkömmlichen Sahne, auch wenn sie durch die Cashewnüsse ein klein wenig grober ist, das ist aber meiner Meinung nach kein Problem.

Das Originalrezept habe ich unter gefunden: http://himmlischesuessigkeiten.blogspot.de/2013/04/schlagsahne-aus-cashew-nussen.html

Vielen Dank für dieses tolle Rezept!