Eigentlich kennt wohl jeder Rohköstler das Problem, dass man ab und an Gerichte sieht, die man früher sehr gerne gegessen hat. Heute weiß man es besser und verzichtet darauf, aber das hält einen ja nicht davon ab, dasselbe Gericht in Rohkost-Form zu zaubern. So geht es mir mit einer schönen Lasagne.Zucchini-Lasagne 1

Ich war immer der Pizza-Pasta-Typ, leider. Gut, der Verzicht darauf fällt mir schon längst nicht mehr schwer, dennoch sucht man gerne nach rohköstlichen Varianten zu diesen Gerichten. Eine Pizza hatten wir ja schon hergestellt. Nun habe ich so viele Zucchini zu Hause, und etliche können bald in meinem eigenen Beet geerntet werden, also habe ich mich daran gemacht, eine schöne Lasagne herzustellen.

Ich habe dafür folgende Zutaten genutzt:

  • Zucchini, in dünne Scheiben geschnitten
  • Tomatensauce
  • Sonnenblumen-Frischkäse

Und das ist schon alles. Weitaus einfacher als jede herkömmliche, gebackene Lasagne. Die größte Herausforderung besteht sicherlich darin, die Zucchini-Scheiben schön dünn zu bekommen. Ich hatte ja jetzt diese extra großen Zucchini, da funktionierte kein Sparschäler und auch kein Gurkenschneider, also habe ich mein Keramikmesser genommen, und damit dünne Scheiben abgeschnitten. Jeder wird da sicher seine eigene Technik haben, ausprobieren führt meistens zum Ziel 😉

Die Tomatensauce habe ich hergestellt aus frischen Tomaten und getrockneten Tomaten. Bei mir muss immer Knoblauch an den meisten Gerichten sein, und so ist natürlich auch in der Tomatensauce eine Knoblauchzehe hineingerutscht. Das ist natürlich kein Muss!

Der Sonnenblumen-Frischkäse hat ebenfalls eine Knoblauch-Note. Allerdings müsst Ihr für die Lasagne nicht unbedingt Sonnenblumen-Frischkäse nutzen, jede Art von Rohkost-Frischkäse ist dafür geeignet. Wenn Ihr lieber Cashew- oder Macadamia-Frischkäse nutzen möchtet, nur zu, das ist immer eine Geschmackssache.

Ich habe eine Auflaufform mit Olivenöl leicht eingefettet, und dann habe ich mit einer Schicht Zucchini-Scheiben begonnen. Darauf wurde eine Lage Tomatensauce verteilt, dann wieder eine Schicht Zucchini, und darauf eine Schicht Käse. Das Ganze dann noch einmal in der Reihenfolge oben drauf, so dass die Lasagne mit einer Käseschicht abschließt. Darauf kann man dann Tomaten und Basilikum geben, so wie ich das gemacht habe. Aber auch Paprika oder andere Gemüsesorten sind bestens geeignet. Diese könnt Ihr natürlich auch in die Schichten der Lasagne mit hineinarbeiten. Wie bereits gesagt, erlaubt ist, was schmeckt, das müsst Ihr alle selbst entscheiden. Zucchini-Lasagne 2Sehr lecker ist die Lasagne auch, wenn man in den Frischkäse eine gehörige Portion an Kräutern hineingibt, Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, was immer gefällt. Wer nur eine Portion machen möchte, kann seine Lasagne auch gleich auf dem Teller schichten.

Ich habe die Lasagne danach noch in den Ofen gegeben. Ich habe diesen Tipp in einem anderen Rezept gelesen. Ich konnte mir allerdings auch nicht vorstellen, was das für einen Effekt haben soll, aber offensichtlich hat diese geringe Wärme dafür gesorgt, dass die Zucchini richtig schön zart wurde. Eine gute halbe Stunde hat die Lasagne bei vierzig Grad im Backofen gestanden, mit leicht geöffneter Türe. Das Ergebnis war toll und unheimlich lecker. Wie gut, dass ich noch genügend Zucchini habe und weitere im Beet auf die Ernte warten, denn diese Lasagne werde ich sicherlich noch öfters machen!